PAS (Kindesentfremdung) und Manipulation

Dieses Thema ist so komplex, daß selbst ich nicht genau weiß, wo ich anfangen soll …

Alles beginnt i.d.R. mit einer Trennung / Scheidung. Leider ist es normal, daß die Kinder automatisch bei der Mutter bleiben. Sollte der Vater Anspruch auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht erheben, muß er sich erst einen langjährigen Prozeß unterschlagen, der ihm seine „ganze“ Kraft rauben wird und durch den vermutlich viele Lügen in den Raum gestelt werden (seitens der Kindesmutter), Verleumdungen werden öffentlich ausgesprochen und Wahrheiten verdreht.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Das Kind wird seelisch so negativ von der Mutter beeinflußt, daß es bereits körperliche Auswirkungen gibt (Eßstörungen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, usw.) oder (wenn es noch schlimmer kommt) es gibt bereits seelische Narben, die zurückgeblieben sind (gemindertes Selbstwertgefühl, Erpressung, das Kind muß alles für die Mutter tun, Wegfall der Kinderheit und der Freizeit, usw.) … In diesem Fall ist es mehr wie höchste Eisenbahn, etwas dgegen zu tun und das Kind aus den „Klauen“ der Erzeugerin herauszuholen. Denn schon alleine die körperlichen Auswirkungen sind laute Hilfereufe – aber seelische Narben bewegen jedes Gericht, dem Antrag des Vaters zuzustimmen, das Kind zu sich zu holen!!!



Doch wie kann es nur soweit kommen?

Nun, die erste Stufe hierbei ist der Umgangsboykott. Die Kindesmutter verhindert den Umgang zwischen Kind und Vater und „schirmt“ es somit von der einzigen Seite ab, dessen Wahrheit es eigentlich wissen möchte (und auch sollte).

Ist dies gelungen, beginnt die Kindesmutter als nächstes mit der Kindesentfremdung. Hierrüber kann man viel „psychologischen Hintergrund“ lesen, indem man nach der „PAS Studie“ googled.

In der PAS Studie (Parental Alienation Syndrome) geht es darum, wie die Mutter dem Kind gegenüber psychische Gewalt ausübt, um ihre eigene „Meinung“ über den Vater in dessen Kopf „festzusetzen“. Auf dieser Seite ist die ganze Thematik, wie ich finde, sehr gut erklärt:

www.vaterverbot.at/passtudie.html

Eine Trennung / Scheidung an sich übt sich oft schon sehr negativ auf die Kinder aus … Sie lassen in der Schule nach, haben eine höhere Gewaltbereitschaft, klagen oft über „unerklärliche“ Bauch- oder Kopfschmerzen usw. Wenn die Eltern zusammen halten (trotz aller privaten Differenzen) kann dies schnell behoben werden.

Die PAS Studie jedoch zeigt leider, daß dies die große Ausnahme ist!

Dieses „PAS Verhalten“ der Mütter geht sogar soweit, daß wenn ein Kind völlig gelöst und fröhlich vom Umgang mit dem Vater nach Hause kommt, die Mutter darauf sehr negativ reagiert. Das Kind registriert dies und ist die nächsten Male „automatisch“ nicht mehr so fröhlich, weil es nicht will, daß die Kindesmutter schlechte Laune bekommt.

Dies ist bereits eine seelische Gewalt gegen dem Kind! Denn durch das Verhalten der Mutter (was meist absichtlich geschieht), wird das Kind (ohne es zu merken) dazu gezwungen, sich (in ihrer Anwesenheit) nicht mehr zu freuen.

Die Mutter redet dem Kind immer wieder ein, daß der Vater es nicht mehr lieb hat und versucht so gut es geht, den Kontakt zwischen den beiden zu verhindern. Sollte das Kind dann doch, wie eben erwähnt, zum Umgang gehen, hat es solche Schuldgefühle der Mutter gegenüber, daß es vielleicht sogar das nächste Mal nicht mehr zum Vater „möchte“.

Durch das ständige wiederholen der Meinung, „pflanzt“ die Mutter ihre Ansichten über den Vater in den Kopf des Kindes ein und macht aus dem Kind eine Art „Marionette„.

Im nächsten Schritt wird dann der „Freundeskreis“ gewechselt. Denn Menschen, die den Vater nicht kennen, können nur von den Erzählungen der Mutter ausgehen – und glauben ihr. Das Kind wird dann taktisch auch immer mit diesen Leuten umgeben und so „festigt“ sich die Meinung der Mutter weiter in der Umgebung und im Kopf des Kindes.

Psychologen warnen eindringdlich vor den schwerwiegenden seelischen Folgen des sogenannten „Syndroms der Elternentfremdung“!

Hier ein Zitat aus „Väter aktuell, wo ein Bericht von Julia Weidenbach über PAS geschrieben wurde:

Was geht in Erwachsenen vor, die ihre Kinder derart beeinflussen? Die sie „programmieren“ und einer „Gehirnwäsche“ unterziehen, wie es in der amerikanischen Fachliteratur sogar heißt? Diese Eltern befürchten, nach der Trennung vom Partner auch noch das Kind zu verlieren. Sie haben das Gefühl, sich mit dem Kind gegen den Rest der Welt verbünden zu müssen. Ihre Beziehung zum Kind ist von einer krankhaften Angst geprägt, die andere Bezugspersonen ausschließt.

In dem Moment, indem eine Mutter die Psyche eines Kindes kontrollieren und ihre eigene „Meinung“ einpflanzen will, empfindet sie immer noch Rachegefühle und Haß gegenüber dem Ex-Mann. In einem uns bekannten Fall ging dies sogar soweit, daß die Mutter sogar 4 Jahre nach der Trennung (und somit ca. 4 Jahre, seitdem der Ex-Mann bereits eine neue Frau hatte und auch geheiratet hatte) immer noch nicht die Trennung verarbeitet hatte und deshalb sogar (vielleicht noch bis heute) in psychologischer Behandlung war, obwohl sie ca. 1/2 bis Dreivierteljahr nach der Trennung mit ihrem (noch heutigen) Lebensgefährten zusammen kam …

In unserem „Fall“ suchte sich die Mutter (ob bewußt oder unbewußt) die älteste Tochter der gemeinsamen Kinder aus. Diese hat (bis heute) eine extrem enge Bindung zum Vater. Sie suchte sich genau diese Tochter aus, weil sie wußte, daß es dem Vater am meisten weh tun würde, wenn er zu ihr keinen Kontakt mehr haben würde.

Der Vater hat lange gekämpft (um alle Kinder) – und dann, nach 4 Jahren Trennung und langer Zeit der Depressionen, hat er „aufgegeben. Er konnte nicht mehr,  war tief drin in den Depressionen und wollte sich sogar (zum erneuten Male) das Leben nehmen.

Die Ex-Frau interessierte dies alles wenig. Sie ging sogar soweit, daß sie ihm wünschte, daß das Kind, welches er gemeinsam mit seiner neuen Frau bekommen hatte, behindert werden sollte oder daß sie es gleich während der Schwangerschaft verlieren sollte …

Niemand weiß, was genau in einem so kranken Gehirn vor sich geht … Aber vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß hier das Schicksam auch mal „eingriff“ – denn nachdem sie ihm dies wünschte, hatte sie (so erzählte man ihm) einen schweren Autounfall. Da war sie selbst hochschwanger … Zum Glück (für das Kind), ist dem Baby nichts passiert.

Aber dies sei nur am Rande erwähnt und ein einzelnes Beispiel für die vielen Gesichter, die das PAS-Syndrom haben kann.

Doch was soll nun der Vater machen?  Zum Wohle des Kindes handeln und einen Anftrag auf alleiniges Sorgerecht und auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht stellen? Dem Kind helfen, auch wenn es das nicht möchte bzw. nicht äußert, weil ein Umzug evtl. bedeuten würde, daß es in eine andere Stadt ziehen und seine Freunde nur noch an den Wochenenden sehen kann?

Oder sollte der Vater abwarten und weiter tatenlos dabei zusehen, wie die Mutter das Kind seelisch kaputt machen? Seelische Folgen, die der Vater des Kindes in meinem eben genannten Beispiel selbst alles in einer ähnlichen Form erlebt hat und deswegen ganz genau weiß, daß man sie mit allen Mitteln verhindern muß.

Was würdet ihr tun? Dem Kind helfen, eine schöne Kindheit zu entwickeln und „frei“ zu sein, sich entwickeln zu dürfen – ggf. mit dem faden Beigeschmack, daß man das Kind dabei „hintergeht“?
Oder einfach weiter die Augen verschließen und dabei zusehen, wie dem Kind weiter seelischer (und evtl. körperlicher) Schaden zugefügt wird?

Wie geht es nun weiter?

Nachdem die Mutter dem Kind einer „Gehirnwäsche“ unterzogen hat (so wird es in diveren Internetseiten und Büchern genannt) und ihr Umfeld (ihren Freundeskreis) soweit aussortiert hat, daß diejenigen, die die Wahrheit kennen und ggf. miterlebt haben, „aussortiert“ wurden (oder sich selbst nicht mehr bei der Kindesmutter gemeldet haben), gibt es für die Kindesmutter nicht mehr viel zu tun.

Es sei denn, daß sie sich in die Enge gedrängt fühlt.

Denn wie bereits beschrieben, haben Mütter mit dem PAS-Syndrom eine krankhaft übertriebene Angst, das Kind genauso zu verlieren, wie den Ex-Partner. Und wenn sich die Mutter weiter in die Ecke gedrängt fühlt, steigt ihre Angst. An diesem Punkt läuft es i.d.R. so ab (sofern dies nicht bereits vorher eingetreten ist), daß die Mutter versucht, zum Gegenschlag auszuholen.

Sie versucht weiter, Tatsachen zu verdrehen und sich selbst als „Heilige“ darzustellen. Die „arme Mutter“, die „vom Schicksal gebeutel wurde“, weil sie nun alleinerziehend ist.

Dies ist der Punkt, wo in den meisten Fällen Anschuldigen kommen, daß die neue Partnerin des Ex-Mannes (sollte keine vorhanden sein, ist es i.d.R. der Ex-Mann selbst, der beschuldigt wird) genau das tut, was eigentlich die Mutter tut: Manipulation.

Die Mutter wirf ihr (oder dem Vater) vor, daß das Kind manipuliert wird. Sie hat Angst, daß das Kind die Wahrheit erkennt und somit auch erkennt, wie krank die Mutter eigentlich ist. Aus dieser Angst heraus versucht die Mutter, weiter Gehirnwäsche beim Kind zu betreiben und ihm einzureden, daß nciht nur der Papa (Stufe 2), sondern jetzt auch die neue Frau „böse“ ist …

Als Vater sollte man möglichst ruhig bleiben, da die Anschuldigungen unhaltbar sind und sich meist im Sand verlaufen. Und genau

Die Angst, den betreuenden Elternteil zu verärgern und sogar zu verlieren, lässt die betroffenen Kinder die eigene Wahrnehmung verdrängen.

Und genau hier liegt das Problem: Solange das Kind nicht stark genug ist, sich selbst ein Urteil über die Situation zu bilden und dann zu erkennen, daß es besser wäre (besonders wegen der schweren, seelischen Folgen), Abstand vom „Umfeld der Mutter“ zu erhalten (zB. durch einen Umzug zum Vater oder durch eine Pflegefamilie), gibt es nur 2 Möglichkeiten:

Das Wohl des Kindes durchzusetzen (auch gegen den „Willen des Kindes“) – dieser Weg endet positiv.
Oder weiter die Augen verschließen, weil man Angst hat, das Vertrauen des Kindes zu „verraten“ – dies begünstigt die negativen seelsichen Folgen und spielt der „kranken Mutter“ in die Arme.

Woran erkenne ich, daß mein Kind nach dem PAS-Syndrom „bearbeitet“ wurde?

Es ist schwer, sich als Vater überhaupt einzugestehen, daß man sich von einer „psychisch kranken Frau“ getrennt hat. Dann kommen noch die Schuldgefühle hinzu, daß dieser psychische Knacks sich nach der Trennung noch verstärkt hat – aber sich als Vater damit auseinanderzu setzen, daß das eigene Kind nach „Plan“ einer Gehirnwäsche unterzogen wurde (vor der eigenen! Mutter) …

Aber es gibt ein paar Punkte, bei denen man sofort „Alarm schlagen“ sollte:

1.) Zurückweisung des Kindes
Das Kind weist den Vater von heute auf morgen plötzlich zurück. Wo es die letzen Wochen, vielleicht Monate noch gerne zum Umgang gekommen war, behauptet es plötzlich, daß es den Vater nicht mehr sehen will.

2.) Entfremdung
Ist ein Kind bereits entfermdet, kann es keine positiven und keine negativen Eigenschaften des Elternteils aufzählen. Alles, was als Antwort kommt, klingt wie auswendig gelernt. Eigene Meinungen existieren nicht mehr.

3.) „Programmierte Parteinahme
Wenn sich die Eltern streiten oder über etwas nicht einig sind, ergreift das Kind stets Partei für die Mutter. Es redet nicht mehr positiv oder neutral über den Vater. Wenn Freunde oder Verwandte beim Kind nachfragen kommen nur Sätze wie „Keine Ahnung, wie das damals war, aber der Papa lügt.“

4.) Ablehnung von väterlicher Verwandtschaft
Das Kind wird, wie bereits erwähnt, nicht nur darauf programmiert, den Vater abzulehnen, sondern auch sämtliche Freunde und Verwandte des Vater (auch wenn es ihnen vorher immer positv gegenüberstand). Papa ist „böse“, ebenso wie die neue Frau, der Opa, die Oma, usw.

5.) Keine Gefühle
Das Kind lehnt nicht nur den Vater ab, es verlangt Geld und teure Geschenke, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben oder etwas dafür zu „geben“ (zB. Nähe, Dankbarkeit).

6.) Die „eigene Meinung“
Das Kind betont gegenüber Dritten immer wieder, daß es seine „eigene Meinung“ vertritt (bereits 4jährige, entremdete Kinder behaupten dies). Das Problem: die Mutter sagt zB., daß das Kind zum Vater fahren soll (zum Umgang), zeigt aber mit ihren Gesten, ihrer Mimik, usw., daß das Kind zuhause bleiben sollte, wenn es sie wirklich lieb hat. Somit wird das Kind (bewußt oder unbewußt) dazu „gezwungen“, lieber nicht zum Vater zu fahren. Der Trick dabei: Das Kind erkennt diesen psychologischen Hintergrund dabei nicht und tut so, als wäre es seine eigene Entscheidung. Auf Fragen von außen kann das Kind allerdings keine Grüne dafür geben, warum es das tut.

Übrigens:
Das ganze ist zwr etwas komplexer, aber im Grunde handelt es sich hierbei um „häusliche Gewalt“ und somit um eine gesetzlich verfolgbare STRAFTAT, die die Mutter begeht!

Mehr zu diesem Thema gibt es hier zu lesen:

Psychonews
Väter aktuell
Polizeiberatung – Häusliche Gewalt
Polizeiberatung – Häusliche Gewalt (Tipps)
Manipultion (Allgemein)
PAS Rhein-Main

Kinderrechte

Hier findet ihr einige Gesetzestexte, die sich rund um das Thema „Kinderrechte“ drehen:

Eine komplette Sammlung an Gesetzen findet ihr zB.      >>hier.<<

– § 1684 BGB
(1) Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.
(2) Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der Obhut einer anderen Person befindet.
(3) Das Familiengericht kann über den Umfang des Umgangsrechts entscheiden und seine Ausübung, auch gegenüber Dritten näher regeln. Es kann die Beteiligten durch Anordnungen zur Erfüllung der in Absatz 2 geregelten Pflicht anhalten.
(4) Das Familiengericht kann das Umgangsrecht oder den Vollzug früherer Entscheidungen über das Umgangsrecht einschränken oder ausschließen, soweit dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Eine Entscheidung, die das Umgangsrecht oder seinen Vollzug für längere Zeit oder auf Dauer einschränkt oder ausschließt, kann nur ergehen, wenn andernfalls das Wohl des Kindes gefährdet wäre. Das Familiengericht kann insbesondere anordnen, dass der Umgang nur stattfinden darf, wenn ein mitwirkungsbereiter Dritter anwesend ist. Dritter kann auch ein Träger der Jugendhilfe oder ein Verein sein; dieser bestimmt dann jeweils, welche Einzelperson die Aufgabe wahrnimmt.

– § 1684 Abs. 2 BGB
„Elterliche Sorge, Umgangsrecht
(2) Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der Obhut einer anderen Person befindet.“

Beeinflusst also der betreuende Elternteil das Kind mit dem Ziel, dadurch die Durchführung des dem anderen Elternteils zustehenden Umgangsrechts zu vereiteln, stellt dies eine missbräuchliche Ausübung der elterlichen Sorge dar. Neben der Möglichkeit, das Umgangsrecht mit Hilfe von Zwangsgeld oder unmittelbarem Zwang nach § 33 FGG durchzusetzen, hat das Familiengericht bei einer Gefährdung des Kindeswohls in Extremfällen auch die Möglichkeit, über die elterliche Sorge gem. § 1696 BGB neu zu entscheiden.

– Ist das Kind alt genug, kann es sich auch selbst an das Jugendamt wenden. Das Jugendamt ist gemäß § 18 Abs. 3 SGB VIII (KJHG) zur Beratung und Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechtes verpflichtet.
Wohlverhaltensklausel
Gemäß § 1684 Abs. 2 BGB haben die Eltern „alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert.“ Obwohl der Gesetzestext nur von einer Unterlassungspflicht spricht, wird die Wohlverhaltensklausel häufig als Handlungspflicht des betreuenden Elternteils interpretiert. So führt die vom Bundesministerium der Justiz herausgegebene Broschüre „Das neue Kindschaftsrecht“ aus: „Insbesondere bei jüngeren Kindern, die zu einer eigenen, abgewogenen Willensbildung noch nicht fähig sind, ist es grundsätzlich die Pflicht des Elternteils, bei dem das Kind lebt, erzieherisch auf das Kind einzuwirken und es zu ermutigen, den Kontakt zum Umgangsberechtigten zu pflegen.“
Auskunftspflicht / § 1686 BGB (Auskunftsrecht der Eltern)
Jeder Elternteil kann vom anderen Elternteil bei berechtigtem Interesse Auskunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes verlagen, soweit dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht. Über Streitigkeiten entscheidet das Familiengericht.
– Pflichten und Rechte des nicht betreuenden Elternteils
Der nicht betreuende Elternteil ist nach § 1684 BGB zum Umgang mit dem Kind verpflichtet. Er kann auf das dieser Pflicht korrespondierende Recht zum Umgang auch nicht verzichten. Bei Art und Umfang des Umgangs gilt, dass die Eltern Art und Umfang des Umgangs vereinbaren können. Neben dem persönlichen Besuchskontakt, der in der Regel nicht beim sorgeberechtigten Elternteil stattfinden sollte, kommen auch telefonische und briefliche Kontakte in Frage. Der Umfang des Umganges richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles, wie dem Alter des Kindes, der Intensität des bisherigen Besuchskontakts oder der räumlichen Entfernung zwischen den Wohnorten von nicht betreuendem Elternteil und Kind.

– § 1685 BGB
(1) Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.
(2) Gleiches gilt für den Ehegatten oder früheren Ehegatten eines Elternteils, der mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat, und für Personen, bei denen das Kind längere Zeit in Familienpflege war.
(3) § 1684 Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend
– Wenn ihr das Sorgerecht habt, haben die Kinder nach §11 BGB automatisch einen weiteren Wohnsicht bei euch, der dem der Mutter gleichgestellt ist – es ist also kein Wohnsitz zweiter Klasse. „Ein minderjähriges Kind teilt den Wohnsitz der Eltern; es teilt nicht den Wohnsitz eines Elternteils, dem das Recht fehlt, für die Person des Kindes zu sorgen. Steht keinem Elternteil das Recht zu, für die Person des Kindes zu sorgen, so teilt das Kind den Wohnsitz desjenigen, dem dieses Recht zusteht. Das Kind behält den Wohnsitz, bis es ihn rechtsgültig aufhebt.“

– Anhörungspflicht des Gerichtes bei Sorgerechtsentscheidungen (§ 159 FamFG) ab 14 Jahre.
– Widerspruch gegen Sorgerechtsübertragung (§ 1671 Abs. 2 BGB) ab 14 Jahre.
– Bei wiederholtem Auftreten elterlichen Fehlverhaltens kommen Eingriffe des Familiengerichts in das Elternrecht gemäß §§ 1666, 1666a BGB bis hin zu Beschränkungen oder Entzug des Sorgerechts in Betracht.

– bei RTL wurde erwähnt, daß Kinder ab 14 Jahren ihre Zustimmung erteilen müssen, wenn sie (zB. durch eine App übers Handy) überwacht werden sollen.

Umgangsrecht / Umgangsboykott

Wenn Mama nicht will, daß ich Papa sehe ..

Wenn sich die Eltern trennen, bricht eine gewisse Ordnung in der Welt eines Kindes / Jugendlichen auseinander.

Vielleicht gab es viel Streit vorher – in diesem Fall ist es das beste, daß sich die Eltern trennen. Nur so kann sich die Situation beruhigen, was widerrum auch eine gewissen „neue Grundordnung“ mit sich bringen sollte: Papa sieht die Kinder regelmäßig und ist immer noch für sie da; Mama kann nicht „normal“ mit Papa unterhalten, wenn die beiden sich sehen oder evtl. auch über die Kinder sprechen müssen …

… doch wie sieht die Realität aus?

Viele Statistiken belegen, daß etwa jede 2. Ehe geschieden wird; daß aus sehr vielen Ehen Kinder entstanden sind – und von diesen wiederrum mind. 80% davon betroffen sind, daß sie den anderen Elternteil (i.d.R. den Vater) nicht mehr sehen dürfen.

Doch was geht dabei in dem Kind vor?

Hier ein Text, den ich persönlich einmal dazu geschrieben habe – aus der Sicht aller Parteien: Mama, Papa und Kind:

„Es wird geboren. Es ist sooo klein und hilfebedürftig. Es lernt gerade seine Umwelt kennen. Mama, Papa, Schwester, … Moment! Mama sieht es hin und wieder. Immer wenn sie ihr Kind von der Tagesmutter oder dem Kindergarten abholt. Die Schwester ist rundum zuhause und übernimmt die meiste Zeit die Mutterrolle.
Aber der Papa …?
Das Kind wächst. Es erkundet die Welt. Immer wieder sieht es die Mama, die Erzieherinnen, die Schwester. Manchmal kommt auch so ein komischer Mann. Anfangs war er öfter da. Dann irgendwann hat das Kind mitbekommen, daß der Mann weniger in seiner Nähe ist. Irgendwann war er dann gar nicht mehr da …
So oder so ähnlich läuft es häufig. Wenn der Vater  eines Kindes überhaupt das Glück hat,  es anfangs sehen zu dürfen. Oft wird anfangs seitens der Mutter noch versucht, Kontakt über das Kind zu halten. Sie will ihn schließlich wieder zurück. Irgendwann aber lernt i.d.R. entweder der Mann oder die Frau (oder beide) jemanden kennen. Sie kommen zusammen, wohnen irgendwann zusammen, heiraten vielleicht sogar. Und je intensiver die Beziehung zur Neuen (zum Neuen) ist, umso weniger scheint die Mutter Interesse daran zu haben, daß der Vater sein Kind sieht.
Nein, in den meisten Fällen boykotiert die Mutter sogar den Umgang und tut alles (rechtlich mögliche und sogar rechtlich UNmögliche), um zu verhindern, das der Vater Kontakt zum Kind hat.
Das Kind bekommt (je nach Alter) erstmal nur mit, daß es Kontakt zum Vater hat, dieser Kontakt dann immer weniger wird und schließlich vielleicht sogar gänzlich abbricht.

Was geschieht mit dem Kind?
Es zieht sich gefühlstechnisch immer mehr zurück und frißt immer mehr in sich hinein. Es lernt schnell, daß es mit der Mutter nicht reden kann, da diese immer nur über den Vater herzieht und wo es geht versucht, ihn schlecht zu machen.
Es bekommt mit, daß der Vater anfangs noch Interesse an ihm hat und mit der Zeit immer weniger mit ihm zu tun haben will.
Soll es der Mama glauben, daß der Papa es nicht mehr lieb hat?
Soll es dem Papa glauben, daß die Mama versucht, den Kontakt gänzlich abzuschneiden?
Im besten Fall geht es irgendwann zum Psychologen (im schlimmsten Fall erst als Erwachsener oder nie), der ihm sagt, daß es nicht dafür verantwortlich ist und daß beide Eltern es lieb haben.
Aber kann Mama es denn lieb haben, wenn sie verhindert, daß es seinen geliebten Vater sieht?
Kann Papa es denn lieb haben, wenn die beiden keinen Kontakt mehr haben?
Doch was ist nun die Wirklichkeit?

Was in Mama vorgeht:
Trennung. Eventuell Schmerz. Der erniedrigende Versuch, ihn zurückzubekommen. Natürlich ist dieser Versuch (oder evtl. auch etliche weitere) gescheitert.
Wenn sie ihn nicht haben kann, soll es auch keine andere können!
Eifersucht!!!
Gekränkte Eitelkeit, die sogar den Blick auf das Wichtigste (die Seele des Kindes) komplett verdeckt!
Sie will ihm weh tun. So RICHTIG! Wie soll sie das anstellen? Es gibt nur EINE Möglichkeit – Kindesentzug!
Rache, Rache, Rache …. Dieses Gefühl bestimmt im schlimmsten Fall irgendwann ihr gesamtes Leben …

Was in Papa vorgeht:
Es ist sein Kind! Sein Fleisch und Blut! Wie wundervoll, diese kleinen Füße, dieses Lachen, diese bedingungslose Liebe …
Warum hat sie etwas dagegen, daß er sich um sein Kind kümmert? Schließlich ist er kein schlechter Vater, er liebt sein Kind! Er will da sein, es niemals im Stich lassen!
Doch genau das erzwingt sie von ihm indirekt, indem sie mit der Zeit den Kontakt immer weiter unterdrückt.
So viele Fragen schwirren in seinem Kopf rum, lassen ihn nachts nicht schlafen, machen ihn depressiv … Warum gerade ich? Warum muß das unbedingt meinem Kind passieren?? Es soll doch nur eine unbeschwerte Kindheit haben!
Er will da sein, mit ihm etwas unternehmen, mit ihm Lachen, … Aber es wird dunkel um ihn herum. Die Welt wird mit der Zeit grau, fade und soo leer.
Was soll er denn tun? Warum sollte er glücklich sein, wenn sein eigenes Fleisch und Blut es nicht sein darf, weil sie es mit aller Kraft verhindert?
Weiß sein Kind, daß er es liebt? Daß er sich jeden Tag Vorwürfe macht, weil er gezwungen wurde, es „allein“ zu lassen?“

Ich bin mir sicher, viele Väter (und auch Kinder) werden sich in diesem Text wiederfinden.
Und das ist MEHR wie nur traurig!
In der Regel sind es die Mütter, die den Umgang zwischen Vater und Kind / Kinder boykottieren. Und die meisten kommen sogar damit durch! Warum?

Nun, vielleicht versucht der Vater, sein und das Recht des Kindes über den Kinderschutzbund durchzusetzen. Dies wäre eine (recht gute) Möglichkeit, die sogar funktioniert. Vielleicht läuft es übers Jugendamt – hier hat der Vater lediglich eine Chance, wenn er klagt, da die Jugendämter meist nicht den Eindruck machen, als würde sie das Kindeswohl interessieren.

Doch warum klagen dann nicht ALLE Väter? Vielleicht sind sie einfach KLÜGER und wollen ihr Kind nicht diesem Prozeß unterwerfen.! Weil sie wissen, daß jegliche Aktionen dieser Art (ob gerichtlich oder ungerichtlich), bei dem das Kind – zwangsläufig – zum Spielball wird, dem Kind nur schaden …
Aber wie kann es dann sein, daß immer mehr Mütter mit solchen Aktionen durchkommen?
Weil die Väter irgendwann einmal keine Kraft mehr haben.
Weil selbst der stärkste Vater irgendwann kraftlos zusammenbricht, wenn er dank der Gesetze, dank der Mutter, dank dem Jugendamt, usw. ständig mit dem ungeschützten Kopf an der Wand abschmettert…
Spätestens seit dem Film „Der entsorgte Vater“ wissen wohl sehr viele Mensch, daß die (deutschen) Gesetze diesbezüglich dringendst geändert und vor allem durchgesetzt werden müssen.

Auf diesen Seiten könnt ihr Informationen & Hilfe zum Thema finden:

Trennungskind.de
Scheidungskinder.de
Väterrechte (inkl. Gesetze)